Sony XR

Sony überträgt 419 XR-Patente an Meta: auch Headset-Technik

Sony hat eine größere Zahl an Patenten rund um XR-Technik an Meta übertragen. Das geht aus Einträgen beim US-Patentamt USPTO hervor, über die zuerst das koreanische Portal ZDNet Korea berichtet hat. Der zugrunde liegende Vertrag umfasst weltweit 419 Schutzrechte. Eine Stellungnahme haben bislang weder Sony noch Meta abgegeben.

Zwischen Juni und September 2026 wurden beim USPTO fünf Übertragungen mit insgesamt 43 Einträgen registriert. Grundlage ist eine Vereinbarung, die rückwirkend zum 17. Dezember 2025 gilt und im April 2026 unterzeichnet wurde. Sie umfasst 180 US-Schutzrechte sowie 239 Gegenstücke in anderen Regionen, darunter Japan, China, Korea und Europa. Die Zahl 419 bedeutet allerdings nicht 419 verschiedene Erfindungen, da viele Einträge dieselbe Technik in mehreren Ländern absichern. Einen Kaufpreis nennen die Unterlagen nicht, ebenso wenig, ob Sony die Technik weiter per Lizenz nutzen darf.

Welche Technik betroffen ist

Die Patente decken Headsets für Virtual, Augmented und Mixed Reality ab, außerdem Head-Mounted Displays, verschiedene XR-Brillen und die dazugehörige Datenverarbeitung. Angemeldet hat Sony sie zwischen 2010 und 2022. Ein Beispiel ist eine Kamera im Inneren eines Headsets, die das Gesicht des Trägers mithilfe von Infrarotlicht erfasst. Ein anderes beschreibt mehrere Kameras mit überlappenden Blickfeldern, die die Entfernung zu Objekten in der Umgebung schätzen.

Rückzug aus VR-Hardware?

Viele Beobachter werten den Schritt als Zeichen, dass Sony sich aus dem Geschäft mit VR- und AR-Hardware zurückziehen könnte. Bestätigt ist das nicht. Sony ist in dem Bereich weiterhin aktiv, etwa mit dem Business-Headset SRH-S1, das gemeinsam mit Siemens für Industriedesign angeboten wird, oder mit dem XYN-System zur Erstellung räumlicher 3D-Inhalte. Auch die OLED-Mikrodisplays von Sony Semiconductor Solutions stecken in Headsets anderer Hersteller.

Für Spieler steht vor allem PS VR2 im Fokus. Das Headset erschien im Februar 2023, seit August 2024 lässt es sich per Adapter auch am PC mit SteamVR-Spielen nutzen. An der Funktion bestehender Geräte ändert die Patentübertragung nichts. Ob Sony jedoch noch an einem Nachfolger arbeitet oder PS VR2 weiter mit eigenen Spielen unterstützt, bleibt offen, solange sich das Unternehmen nicht äußert.

Quelle: Patentübertragungen beim US-Patentamt USPTO, Bericht von ZDNet Korea

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