RTX Spark

NVIDIA RTX Spark: Erste Laptops mit Arm-Superchip erhältlich

Seit dem 16. Oktober 2026 sind die ersten Laptops mit NVIDIAs RTX-Spark-Plattform erhältlich. Zum Start bieten ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI entsprechende Windows-Notebooks an. NVIDIA hatte die Plattform zuletzt auf der Gamescom 2026 für den Herbst angekündigt.

Herzstück ist ein gemeinsam mit MediaTek entwickelter Superchip, der eine Grace-CPU mit bis zu 20 Arm-Kernen und eine Blackwell-GPU mit bis zu 6.144 CUDA-Kernen vereint. Dazu kommen bis zu 128 GB Unified Memory, auf die CPU und Grafikeinheit gemeinsam zugreifen. Die KI-Leistung gibt NVIDIA mit bis zu einem Petaflop (FP4) an. Als Betriebssystem kommt Windows 11 on Arm zum Einsatz, RTX Spark ist damit NVIDIAs erste Notebook-Plattform ohne x86-Prozessor.

Diese Modelle sind zum Start verfügbar

  • ASUS ProArt P14 und ProArt P16
  • Dell XPS 16
  • HP OmniBook Ultra und OmniBook X 14
  • Lenovo Yoga Pro 9n
  • Microsoft Surface Laptop Ultra
  • MSI Prestige N16 und Prestige N16 Flip AI+

Gaming mit DLSS 5, aber noch Lücken beim Anti-Cheat

Laut NVIDIA laufen zum Start Hunderte Spiele auf RTX Spark, darunter Cyberpunk 2077, Fortnite, Marvel Rivals, World of Warcraft und Gears of War: E-Day. Gleichzeitig startet DLSS 5 mit einem nach Herstellerangaben doppelt so schnellen KI-Modell, zuerst in NBA 2K27. Hogwarts Legacy folgt am 5. November. Unterstützung für Ray Tracing und Reflex ist ebenfalls an Bord.

Für Multiplayer-Fans gibt es allerdings eine Einschränkung: Für einzelne Titel wie Counter-Strike 2, Dota 2, Fortnite und Marvel Rivals ist der Online-Modus laut NVIDIA bereits freigegeben. Die Anbieter verbreiteter Anti-Cheat-Lösungen wie BattlEye, Easy Anti-Cheat und Vanguard arbeiten dagegen noch an der Unterstützung der Arm-Plattform. Wer viele Online-Shooter spielt, sollte vor dem Kauf also genau hinschauen.

Lokale KI für Agenten und Kreative

Neben Gaming setzt NVIDIA stark auf lokale KI. Agenten wie Hermes, OpenClaw und Perplexity sollen direkt auf dem Gerät Entwürfe, Zusammenfassungen und Code erstellen, dazu kommt das neue Modell Nemotron 3.5 Bolt. Mit NVIDIA PAIR lässt sich die KI-Leistung auf andere kompatible Rechner im Heimnetz verteilen. Adobe optimiert zunächst die Beta-Versionen von Photoshop und Premiere für RTX Spark, Blender unterstützt die Plattform ebenfalls in einer Beta. Für Streamer gibt es NVIDIA Broadcast 2.3 mit neuen Werkzeugen.

Günstig sind die Geräte nicht: In Deutschland beginnen die Preise bei rund 2.900 Euro, Modelle mit 128 GB Speicher kosten deutlich mehr. Zum Start erhalten berechtigte Käufer, die Perplexity noch nicht nutzen, zwei Monate Perplexity Pro und 3.000 Bonus-Credits über den Code PERPLEXITYRTX in der Windows-App. Wer die Laptops vorab ausprobieren möchte, findet unter anderem in Berlin Hands-on-Demos und Community-Veranstaltungen. Weitere Details stehen im offiziellen NVIDIA-Newsroom.

Quelle: Pressemitteilung von NVIDIA

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