Jagex arbeitet an einem vierten MMO im RuneScape-Universum. Enthüllt wurde das Projekt am Wochenende auf der RuneFest 2026 im NEC Birmingham, zu der laut Jagex mehr als 6.000 Fans angereist waren. Das neue Spiel entsteht in der Unreal Engine, steckt aber noch in einer frühen Entwicklungsphase – bis zum Release dürften nach Studioangaben noch einige Jahre vergehen.
Arbeitstitel RS4 – kein Ersatz für die bestehenden Spiele
Einen offiziellen Namen hat das Projekt noch nicht. Es läuft unter dem Arbeitstitel RS4, weil es die vierte Generation von RuneScape-Spielen darstellt; der finale Titel soll laut Jagex anders lauten. Es wäre der erste nummerierte Nachfolger seit RuneScape 3 aus dem Jahr 2013. Wichtig für die bestehende Community: RS4 soll weder RuneScape noch Old School RuneScape oder RuneScape: Dragonwilds ablösen, sondern als zusätzliches Angebot daneben laufen. Entwickelt wird es von einem eigenen Team.
Spannend ist die Entstehungsgeschichte. RS4 war ursprünglich als Erweiterung für Dragonwilds geplant, das Survival-Spin-off, das am 15. September 2026 in Version 1.0 erschienen ist. Weil sich Testspieler eine klassischere MMO-Variante dieses Settings wünschten, wuchs das Vorhaben zu einem eigenständigen Spiel heran. Technische Erfahrungen aus Dragonwilds, das ebenfalls auf der Unreal Engine basiert, sollen in die Entwicklung einfließen.
Zur Ankündigung veröffentlichte Jagex einen rund anderthalbminütigen CGI-Teaser. Zu sehen sind eine Stadt in einem grünen Tal, schwebende Inseln und ein Drachenreiter, der von einem dreiköpfigen Drachen angegriffen wird. Echte Spielszenen enthält das Video nicht.

Erzählerisch setzt RS4 im Sechsten Zeitalter von Gielinor an, einige Jahre nach den Ereignissen von Dragonwilds und dem Sturz der Drachenkönigin Kuldra. Los geht es in der Region Ashenfall; langfristig will Jagex die Welt auf bekannte Orte und neue Gebiete ausweiten.
Einordnung: Warum Jagex so früh ankündigt
Dass ein Studio ein Spiel Jahre vor dem Release zeigt, ist ungewöhnlich. Jagex begründet den Schritt damit, RS4 wie seine bisherigen Spiele gemeinsam mit der Community entwickeln zu wollen – RuneScape lebt seit 25 Jahren stark von Spielerfeedback. Für Fans heißt das vorerst vor allem: Geduld. Offen sind Plattformen, Release-Termin und Bezahlmodell. Ob Jagex wie beim Original auf ein Free-to-Play-Modell mit optionaler Mitgliedschaft setzt, ist ebenso unbekannt wie die Frage, ob sich Fortschritte aus RuneScape 3 übernehmen lassen. Wer mit dem Genre wenig vertraut ist, findet die Grundlagen in unserem Überblick MMORPG erklärt.
Neben RS4 kündigte Jagex auf der RuneFest unter anderem RuneScape Reignited für den 2. Dezember, die Öffnung der Wüstenstadt Menaphos in Old School RuneScape sowie eine animierte RuneScape-Adaption mit dem Streamer Charlie White alias MoistCr1TiKaL an.
Quelle: Pressemitteilung von Jagex


