Reine Elektroautos haben im September 2026 einen neuen Höchstwert bei den Neuzulassungen in Deutschland erreicht. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am 5. Oktober 2026 mitteilte, wurden 88.599 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 34,5 Prozent am Gesamtmarkt und fast einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahresmonat.
Erstmals mehr Stromer als Verbrenner
Damit ist ein symbolischer Punkt erreicht: Zum ersten Mal kamen in einem einzelnen Monat mehr reine E-Autos auf die Straße als Benziner und Diesel zusammen. Benziner landeten bei 44.632 Neuzulassungen, ein Minus von 29,2 Prozent gegenüber September 2025, ihr Anteil sank auf 17,4 Prozent. Diesel kamen auf 23.058 Fahrzeuge und verloren 20,1 Prozent. Zusammen liegen beide klassischen Antriebe damit gut 20.000 Einheiten hinter den Elektroautos.
Der bisherige Rekordanteil stammte aus dem August 2026 mit 32,4 Prozent. Von Januar bis September summieren sich die E-Auto-Neuzulassungen auf 604.144 Fahrzeuge, 58,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Plug-in-Hybride stagnierten im September bei 27.861 Einheiten, was einem Anteil von 10,8 Prozent entspricht.
Gesamtmarkt wächst, Tesla legt stark zu
Insgesamt registrierte das KBA im September 256.774 neue Pkw, ein Plus von 9,0 Prozent. Auffällig ist der Zuwachs bei privaten Haltern, deren Neuzulassungen um 28,5 Prozent stiegen, während gewerbliche Zulassungen leicht um 1,2 Prozent zurückgingen. Bei den Marken fiel Tesla mit einem Plus von 268,7 Prozent auf 12.552 Fahrzeuge auf, auch BYD wuchs um 85,6 Prozent. VW blieb mit 16,5 Prozent Marktanteil die stärkste Marke, verzeichnete aber ein Minus von 6,1 Prozent.
Was steckt dahinter?
Der starke Anstieg bei den Privatkäufen dürfte eng mit der staatlichen E-Auto-Förderung zusammenhängen, die seit Mai 2026 je nach Haushaltseinkommen und Kinderzahl bis zu 6.000 Euro Zuschuss bietet. Bis Anfang Oktober wurden bereits mehr als 100.000 Anträge bewilligt. Für Käufer bedeutet der Trend vor allem eine größere Modellauswahl und einen wachsenden Gebrauchtmarkt in den kommenden Jahren. Wer sich gerade für einen Stromer interessiert, sollte neben Reichweite und Preis auch die Software-Strategie des Herstellers prüfen, denn bei OTA-Updates im Auto gibt es zwischen den Marken deutliche Unterschiede.
Quelle: Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamts
