Die deutschen Kinos haben im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Besucherzuwachs verzeichnet. Nach Angaben der Filmförderungsanstalt (FFA) wurden zwischen Januar und Juni rund 47,5 Millionen Tickets verkauft – ein Plus von 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum sogar um 24,5 Prozent auf 502,2 Millionen Euro.
Damit erzielte die Branche laut FFA das beste Halbjahresergebnis seit vor der Corona-Pandemie. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 liegt die Zahl der verkauften Tickets zwar noch rund elf Prozent niedriger, beim Umsatz übertrifft der Markt das damalige Niveau jedoch bereits um neun Prozent. Die FFA führt das unter anderem auf gestiegene Eintrittspreise zurück. Insgesamt 14 Filme kamen im ersten Halbjahr auf jeweils mehr als eine Million Besuche, darunter fünf deutsche Produktionen – ein im Branchenvergleich ungewöhnlich starker Anteil heimischer Titel unter den Publikumsmagneten.
FFA-Vorstand Peter Dinges wertet die Zahlen als Beleg für eine breite Erholung des Marktes: Die Entwicklung zeige, dass das Kino seine Anziehungskraft nicht verloren habe, so Dinges laut FFA. Anders als in früheren Erholungsphasen trage nicht ein einzelner Blockbuster den Aufschwung, sondern eine ganze Bandbreite erfolgreicher Filme – vom internationalen Studioprodukt bis zur deutschen Produktion.
Für Kinogänger bedeutet das vor allem ein wieder deutlich breiteres und stabileres Programmangebot, nachdem die Branche in den vergangenen Jahren immer wieder mit dünnen Startlisten und Verschiebungen zu kämpfen hatte. Für das Gesamtjahr rechnet die FFA nun wieder mit bis zu 100 Millionen verkauften Kinotickets in Deutschland. Rückenwind erwartet die Branche im zweiten Halbjahr unter anderem von „Spider-Man: Brand New Day“ sowie von „Die Odyssee“, die laut FFA bereits stark gestartet sei. Sollte sich der positive Trend fortsetzen, könnte 2026 nach Einschätzung der FFA zum stärksten Kinojahr seit der Pandemie werden.
Quelle: Pressemitteilung der Filmförderungsanstalt (FFA)


