Games Workshop

Games Workshop expandiert nach Südkorea und erhält US-Zoll-Rückerstattung

Im am 28. Juli 2026 veröffentlichten Jahresbericht hat Games Workshop zwei internationale Entwicklungen bekanntgegeben, die über das reine Kerngeschäft mit Miniaturen hinausgehen: eine geplante Filialeröffnung in Südkorea sowie eine Rückerstattung von US-Zöllen infolge eines Urteils des amerikanischen Supreme Court.

Für das Geschäftsjahr 2026/27 plant Games Workshop rund 30 neue Läden in Nordamerika, Europa und Asien. Erstmals soll dabei auch eine Filiale in Südkorea eröffnet werden – ein Markt, in dem das Unternehmen bislang keine eigene stationäre Präsenz hatte. Die Expansion reiht sich in die bisherige Wachstumsstrategie ein, die zuletzt bereits zu einem Anstieg der Handelspartner-Konten um 12 Prozent sowie wachsenden Nutzerzahlen bei MyWarhammer und Warhammer+ geführt hatte.

Was bedeutet das konkret? Für die wachsende Warhammer-Community in Ostasien wäre eine erste eigene Filiale ein sichtbares Zeichen dafür, dass Games Workshop den Markt dort künftig aktiver bearbeiten will, statt sich allein auf Handelspartner zu verlassen. Details zu Standort oder Eröffnungstermin nannte das Unternehmen im Bericht noch nicht.

Auf der finanziellen Seite meldete Games Workshop zudem eine erwartete Rückerstattung von 6,8 Millionen Pfund an sogenannten IEEPA-Reziprozitätszöllen. Diese Zölle waren im Rahmen US-amerikanischer Handelsmaßnahmen erhoben worden, wurden aber nach einem Urteil des US Supreme Court als nicht rechtmäßig eingestuft. Games Workshop hatte zuvor bereits mehrfach auf die finanzielle Belastung durch US-Zölle hingewiesen, unter anderem im Rahmen des Halbjahresberichts, in dem eine Gewinnbelastung von rund 6 Millionen Pfund sowie leichte Preiserhöhungen bei Miniaturen und Büchern in den USA vermeldet wurden.

Sollte sich die Rückerstattung wie angekündigt bestätigen, würde das die zuvor kommunizierte Zollbelastung für das laufende Geschäftsjahr spürbar abfedern. Games Workshop betonte im Bericht, dass verbleibende Unsicherheiten rund um US-Handelspolitik weiterhin als eines der wesentlichen Geschäftsrisiken des Unternehmens gelten.

Quelle: Pressemitteilung von Games Workshop (Jahresbericht 2025/26)

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