Warhammer 40.000

Warhammer 40.000 bei Amazon: Mike Flanagan steigt bei Cavill-Verfilmung ein

Games Workshop hat im Rahmen seines am 28. Juli 2026 veröffentlichten Jahresberichts ein deutliches Update zur Warhammer-40.000-Verfilmung bei Amazon gegeben. Wie CEO Kevin Rountree darin mitteilte, hat Amazon nun sowohl die Produktionsfirma United Artists als auch Regisseur Mike Flanagan an Bord geholt, um das Projekt voranzutreiben. Flanagan habe die ersten Handlungsentwürfe bereits fertiggestellt und solle in Kürze mit dem eigentlichen Drehbuch beginnen.

Henry Cavill und die Produktionsfirma Vertigo blieben laut Rountree weiterhin Teil des Projekts – eine Klarstellung, die Spekulationen entgegentritt, wonach das lange Schweigen um die Verfilmung auf einen Ausstieg des Schauspielers hindeuten könnte. Ob es sich bei dem Flanagan-Projekt um einen Film oder eine Serie handelt, ließ Rountree offen.

Was bedeutet das konkret? Mike Flanagan gilt als einer der gefragtesten Horror-Regisseure Hollywoods, bekannt unter anderem für „The Haunting of Hill House“ und „Midnight Mass“. Seine Beteiligung dürfte als Signal für eine düstere, konsequent grimdark ausgerichtete Tonalität gewertet werden – ein Ansatz, der zum finsteren 41. Jahrtausend des Warhammer-Universums passen würde. Rountree betonte zugleich, dass United Artists dem Projekt „Tempo und Qualität“ verliehen habe, machte aber deutlich, dass eine Umsetzung dieser Größenordnung mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde.

Neben dem Live-Action-Projekt bestätigte der Jahresbericht zudem eine animierte Warhammer-40.000-Serie rund um die Deathwatch-Space-Marines, für die Drehbuchautor John Orloff („Masters of the Air“) verantwortlich zeichnet. Zusätzlich soll ein Warhammer-Segment Teil der zweiten Staffel von Amazons Animationsanthologie „Secret Level“ werden.

Finanziell blickt Games Workshop auf ein Rekordjahr zurück: Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr bis Ende Mai 2026 auf 659,7 Millionen Pfund, der Gewinn vor Steuern kletterte auf 275,7 Millionen Pfund. Die Lizenzeinnahmen – größtenteils aus Videospielen wie „Warhammer 40,000: Space Marine 2“ – fielen dagegen um rund 37 Prozent, was Analysten jedoch primär auf den besonders starken Vorjahresvergleich zurückführen.

Mehr zum Hintergrund der langwierigen Entwicklung gibt es im früheren Gamefinity-Artikel zu den Hürden der Verfilmung. Einen Überblick über das Warhammer-40.000-Universum liefert der Gamefinity-Erklärartikel.

Quelle: Pressemitteilung von Games Workshop (Jahresbericht 2025/26)

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