OpenAI hat in der vergangenen Woche mehrere Neuerungen bekanntgegeben: erste Benchmark-Ergebnisse zum hauseigenen Inference-Chip Jalapeño, eine befristete Preissenkung für das Spitzenmodell GPT-5.6 Sol sowie zwei neue Funktionen für den Arbeits-Assistenten ChatGPT Work.
Bei Jalapeño, dem gemeinsam mit Broadcom entwickelten Inference-Chip, veröffentlichte OpenAI auf der Hot-Chips-Konferenz erste Messwerte aus dem öffentlichen Benchmark InferenceX. Im Vergleich zu Nvidia-Systemen der GB200- und GB300-Generation erreichte der Chip laut OpenAI einen 1,5- bis 1,9-fach höheren Durchsatz pro Kilowatt und eine bis zu 3,6-fach niedrigere Latenz. Der erste produktive Einsatz in der eigenen Infrastruktur ist laut OpenAI noch für dieses Jahr geplant.
Bei den Modellpreisen senkt OpenAI die API- und Guthaben-Kosten für GPT-5.6 Sol ab dem 21. August 2026 für drei Monate um mehr als 20 Prozent: Input-Tokens kosten künftig 4 statt 5 US-Dollar pro einer Million, Output-Tokens 20 statt 30 US-Dollar. Die Aktion gilt für die API sowie für Codex- und ChatGPT-Work-Guthaben, nicht jedoch für Abos wie Plus, Pro oder Business. Es ist bereits die zweite Preissenkung an der GPT-5.6-Familie innerhalb weniger Wochen, nachdem zuvor die kleineren Modelle Luna und Terra günstiger wurden.
Bei ChatGPT Work kommen zwei neue Funktionen hinzu: ein gesicherter Login auf passwortgeschützten Webseiten über den integrierten Cloud-Browser sowie geplante Tasks, die nicht mehr nur zeitgesteuert, sondern auch ereignisgesteuert laufen können – etwa bei neuen Nachrichten in Gmail, Beiträgen in Slack oder Aktivität bei GitHub-Pull-Requests. Bei wichtigen Schritten wie Buchungen oder Zahlungen fragt der Assistent laut OpenAI weiterhin gezielt nach Bestätigung.
Für Nutzer bedeuten die drei Ankündigungen zusammen vor allem eins: OpenAI treibt Tempo, Kosten und Automatisierungsgrad seiner Dienste gleichzeitig voran – von der Hardware-Ebene bis zum fertigen Assistenten.
Quelle: OpenAI


