Aktualisiert am 10. Oktober 2026: GPT-6 Sol und Luna, GPT-6.1 Sol, GPT-6 im Chat für alle Tarife, neuer Pro-500-Tarif und aktuelle API-Preise.
Wer heute „ChatGPT“ sagt, meint selten ein einziges Modell. Hinter der App steckt eine ganze Familie von Sprachmodellen mit Namen wie GPT-6 Luna, GPT-6 Sol oder GPT-6 Astra. Allein im September und Oktober 2026 hat OpenAI die komplette Modellpalette erneuert: Seit Anfang Oktober läuft ChatGPT in allen Tarifen auf der sechsten GPT-Generation. Wer da den Überblick verloren hat, ist nicht allein. Dieser Artikel ordnet die Modell-Landschaft von den Anfängen bis zum aktuellen Stand ein und wird bei jedem größeren Release aktualisiert.
Die aktuellen ChatGPT-Modelle auf einen Blick
Stand Oktober 2026 setzt OpenAI auf drei Modelle der GPT-6-Generation, die sich in Leistung, Tempo und Preis unterscheiden:
| Modell | Rolle | In ChatGPT | API-Preis (Input/Output pro 1 Mio. Tokens) |
|---|---|---|---|
| GPT-6 Astra | Flaggschiff für besonders anspruchsvolle Aufgaben | Pro-Reasoning-Option, Astra Ultrafast in Pro 500 | 10 $ / 50 $ |
| GPT-6 Sol / GPT-6.1 Sol | leistungsstarkes Alltagsmodell | Standard in Plus, Pro, Business, Enterprise; 6.1 in Work und Codex | 2 $ / 10 $ (GPT-6.1 Sol) |
| GPT-6 Luna | effizientestes Modell für hohe Volumen | Standard in Free und Go | 0,10 $ / 0,50 $ |
Die API-Preise gelten für Anfragen mit kurzem Kontext. Bei langen Anfragen verlangt OpenAI höhere Tarife, bei GPT-6 Astra etwa 20 und 75 US-Dollar.
ChatGPT vs. GPT: Was ist eigentlich was?
ChatGPT ist die Anwendung, also die Oberfläche, über die Millionen Menschen täglich mit der KI arbeiten. GPT (Generative Pre-trained Transformer) bezeichnet dagegen die Sprachmodelle, die im Hintergrund die Antworten erzeugen. In der App kann man je nach Abo zwischen mehreren Modellen wählen, oder OpenAI wählt automatisch das passende Modell aus. Das Verhältnis ist vergleichbar mit Anthropic und Claude, dessen Modelle wir im Überblick zu den Claude-Modellen erklären.
Die Modell-Historie: Von GPT-3.5 zur GPT-5-Ära
Die öffentliche ChatGPT-Geschichte begann Ende 2022 mit einem Chatbot auf Basis von GPT-3.5, der binnen weniger Monate zum am schnellsten wachsenden Verbraucherprodukt der Geschichte wurde. Es folgten GPT-4 (deutlich leistungsfähiger, aber teuer und langsam), GPT-4o („omni“, multimodal und schneller) sowie die Zwischenschritte GPT-4.5 und GPT-4.1, die vor allem Kosten und Tempo optimierten.
Parallel dazu etablierte OpenAI mit der o-Serie (o1, o3, o4-mini) eine zweite Modellfamilie, die stärker auf mehrstufiges Schlussfolgern ausgelegt war. Diese Reasoning-Fähigkeiten wanderten später größtenteils in die „Thinking“-Modi der Hauptmodelle. Mit GPT-5 begann OpenAI, innerhalb einer Generation mehrere Varianten parallel anzubieten: ein schnelles „Instant“-Modell und ein gründlicheres „Thinking“-Modell. Es folgte unter anderem GPT-5.2 mit mehreren spürbaren Verbesserungen. Zugleich kündigte OpenAI an, ChatGPT zu einer KI-Super-App auszubauen.
GPT-5.6: Sol, Luna und die neue Namenslogik
Mit GPT-5.6 ersetzte OpenAI die reine Versionsnummer teilweise durch Eigennamen. GPT-5.6 Sol war das leistungsstärkste Modell der Generation und Standard in den Bezahl-Abos, GPT-5.6 Luna übernahm als schlankeres Modell die Tarife Free und Go. Diese Logik hat OpenAI in der GPT-6-Generation beibehalten. In der API ist GPT-5.6 Sol weiterhin zu einem Aktionspreis buchbar, im Chat spielt die Generation aber keine Rolle mehr.
GPT-6 Astra: Das Flaggschiff
Am 3. September 2026 stellte OpenAI GPT-6 Astra vor, zunächst für einen begrenzten Kreis von Organisationen, danach schrittweise für weitere Nutzer. OpenAI positioniert Astra vor allem als Werkzeug für anspruchsvolle Computerarbeit: Softwareentwicklung, Browser- und Computersteuerung, wissenschaftliches Arbeiten und professionelle Dokumente.
Technisch bringt Astra ein Kontextfenster von rund 1,05 Millionen Tokens und eine maximale Ausgabelänge von 128.000 Tokens mit, der Wissensstand reicht laut OpenAI bis Ende April 2026. Im Bereich Cybersicherheit stuft OpenAI das Modell nach dem eigenen Preparedness Framework als „kritisch“ ein. In der öffentlichen Version sind deshalb fortgeschrittene Aufgaben wie das Erstellen von Exploit-Code gesperrt, erweiterten Zugang erhalten nur geprüfte Organisationen. In ChatGPT steckt Astra heute vor allem hinter der Reasoning-Option des Pro-Tarifs. Seit dem 29. September gibt es mit „Astra Ultrafast“ zudem eine besonders schnelle Servicestufe, die exklusiv im neuen Tarif Pro 500 verfügbar ist.
Ende September 2026 stellte OpenAI GPT-6 Sol und GPT-6 Luna vor. Beide wurden laut OpenAI mit ähnlichen Methoden trainiert wie Astra und sollen dessen Fortschritte bei Faktentreue, Coding und Computer-Nutzung für alltägliche Aufgaben in großem Maßstab verfügbar machen. Sol richtet sich an komplexe, aber wiederkehrende Aufgaben wie das Entwickeln und Prüfen von Code oder Datenanalysen. Luna ist das effizienteste Modell der Reihe, gedacht für Aufgaben mit hohem Volumen wie Zusammenfassungen oder das Herausziehen von Informationen aus Dokumenten.
Gleichzeitig senkte OpenAI die Preise deutlich: Sol kostet in der API 2 statt zuvor 4 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 10 statt 20 US-Dollar für die Ausgabe, Luna 0,10 und 0,50 US-Dollar. Nur sechs Tage später, am 29. September, folgte mit GPT-6.1 Sol bereits ein Update, das zuerst in den Arbeitsumgebungen Work und Codex startete, zunächst für Pro-Nutzer und danach für Plus, Business, Enterprise und Edu.
GPT-6 im Chat: Seit Oktober für alle Tarife
Zunächst liefen die neuen Modelle nur in Work und Codex. Am 7. Oktober 2026 brachte OpenAI GPT-6 dann zusammen mit einer neuen „Intelligent UI“ auch in den normalen Chat, zuerst für Plus, Pro, Business und Enterprise, am 8. Oktober folgten Free und Go. Seitdem antwortet in den kostenlosen und günstigen Tarifen GPT-6 Luna, in allen höheren Tarifen GPT-6 Sol. Wer im Pro-Tarif die Reasoning-Option wählt, nutzt GPT-6 Astra, das die neue Oberfläche allerdings nicht unterstützt.
Namensgebung im Vergleich: Wie andere Anbieter ihre Modelle ordnen
OpenAI ist nicht der einzige Anbieter, der seine Generationen in benannte Varianten aufteilt. Anthropic staffelt die Claude-Modelle seit 2024 in Opus, Sonnet und Haiku und hat im Herbst 2026 alle drei mit der 5.5-Generation erneuert. Darüber steht mit Fable eine zusätzliche Klasse für besonders anspruchsvolle Aufgaben. Google ordnet seine Gemini-Modelle nach Größenklassen wie Pro und Flash. Der Trend ist bei allen großen Anbietern gleich: ein besonders starkes Flaggschiff, ein schnelleres Alltagsmodell und ein günstiges Modell für hohe Volumen. Bei OpenAI entsprechen dem Astra, Sol und Luna. Auffällig ist das Tempo: Zwischen dem Start von GPT-6 Astra und der Umstellung des kompletten Chats auf GPT-6 lagen gerade einmal fünf Wochen.
ChatGPT-Abos im Überblick
Welche Modelle man nutzen kann, hängt vom Abo ab. Die Struktur im Oktober 2026:
- Free (0 €): GPT-6 Luna mit Limits bei Bildern, Uploads und erweiterten Funktionen. In einigen Ländern mit Werbung.
- Go (ca. 8 €/Monat): ebenfalls GPT-6 Luna, aber mit deutlich höheren Limits als Free.
- Plus (23 €/Monat inkl. MwSt.): GPT-6 Sol als Standard, Work-Agent, Codex, bessere Bilderstellung, erweitertes Gedächtnis und keine Werbung.
- Pro (drei Stufen nach Nutzungsvolumen, ab 103 €/Monat inkl. MwSt.): die Stufen Pro 100, Pro 200 und das am 29. September eingeführte Pro 500 mit dem höchsten Kontingent und exklusivem Zugriff auf Astra Ultrafast. Alle Pro-Stufen bieten das stärkste Pro-Reasoning-Modell und mehr Volumen für Work und Codex.
- Business: für Teams, mit Admin-Funktionen, SSO und ohne Training auf Firmendaten, Modellzugang auf Plus- bis Pro-Niveau.
- Enterprise (individuelle Preise): zusätzliche Sicherheits- und Compliance-Funktionen, längere Kontextfenster und Datenresidenz in zehn Regionen.
Wichtig: Die API ist unabhängig von den Abos. Wer GPT-Modelle in eigene Anwendungen einbindet, zahlt dort nach verbrauchten Tokens.
Mehr als Text: Work, Codex, Bilder und Sprache
ChatGPT ist längst mehr als ein Chatfenster. Mit Work hat OpenAI einen Agenten eingeführt, der Aufgaben über mehrere Apps und Dateien hinweg erledigt, wie wir zum Start von ChatGPT Work berichtet haben. Codex ist die Umgebung für Softwareentwicklung, Deep Research übernimmt aufwendige Recherchen mit vielen Quellen. Seit September erzeugt ChatGPT Images 2.5 die Bilder. Auch ChatGPT Voice ist enger mit Desktop, Work und Codex verzahnt und kann für schwierigere Fragen auf die großen Modelle zurückgreifen.
Zwei Änderungen sind für langjährige Nutzer wichtig: Die selbst erstellten Custom GPTs sollen künftig durch Plugins ersetzt werden, ein Termin steht noch aus. Und OpenAIs Videoplattform Sora gibt es nicht mehr. OpenAI hat Sora im März 2026 komplett eingestellt, App, API und Website eingeschlossen.
Datenschutz und Serverstandort
Für Nutzer in Deutschland und der EU ist auch wichtig, wie Daten verarbeitet werden. Bei Business- und Enterprise-Kunden trainiert OpenAI standardmäßig nicht mit deren Daten. In den Privat-Tarifen Free, Go und Plus ist das Training mit Chat-Inhalten dagegen standardmäßig aktiv, lässt sich aber in den Datenschutzeinstellungen abschalten. Zuständig für die Aufsicht über OpenAIs europäische Datenverarbeitung ist die irische Datenschutzbehörde, da OpenAI dort seinen europäischen Sitz hat. Enterprise-Kunden können zudem festlegen, in welcher Region ihre Daten gespeichert werden.
Rechtliches und Jugendschutz in Deutschland
Für den deutschen Markt sind zwei Entwicklungen relevant. Im Streit um Urheberrechte verlor OpenAI vor dem Landgericht München gegen die GEMA, was Folgen für die Lizenzierung von KI-Trainingsdaten in Deutschland haben kann. Beim Jugendschutz hat OpenAI eine eigene ChatGPT-Variante für Jugendliche eingeführt, mit strengeren Filtern und altersgerechten Antworten. Zudem testet OpenAI Werbeeinblendungen in den günstigen Tarifen.
Was bedeutet das für Gamer und Content Creator?
Auch für die Gaming-Welt ist die Entwicklung relevant. Günstige Modelle wie GPT-6 Luna machen KI-Funktionen in großem Maßstab bezahlbar, etwa für dynamische Dialogsysteme oder KI-gesteuerte NPCs. Auch die KI-Synchronisation in Videospielen profitiert von besseren Sprach- und Kontextfähigkeiten. Für Content Creator sind vor allem Bild- und Sprachfunktionen sowie Work und Codex interessant, etwa für Recherche, Thumbnails oder kleine Tools rund um den eigenen Kanal.
Häufig gestellte Fragen zu den ChatGPT-Modellen
Welches Modell nutzt ChatGPT aktuell?
Seit dem 7. und 8. Oktober 2026 nutzt ChatGPT in allen Tarifen die GPT-6-Generation: GPT-6 Luna in Free und Go, GPT-6 Sol in Plus, Pro, Business und Enterprise. Die Pro-Reasoning-Option verwendet GPT-6 Astra.
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und GPT?
ChatGPT ist die Anwendung, mit der Nutzer arbeiten. GPT bezeichnet die Sprachmodelle im Hintergrund, etwa GPT-6 Sol oder GPT-6 Astra, die die Antworten erzeugen.
Was ist der Unterschied zwischen Astra, Sol und Luna?
Astra ist das leistungsstärkste und teuerste Modell für besonders anspruchsvolle Aufgaben. Sol ist das leistungsstarke Alltagsmodell für komplexe, wiederkehrende Arbeit. Luna ist das effizienteste Modell für einfache Aufgaben in großer Menge.
Was kostet GPT-6 über die API?
Bei kurzem Kontext kostet GPT-6 Astra 10 US-Dollar pro Million Input- und 50 US-Dollar pro Million Output-Tokens, GPT-6.1 Sol 2 und 10 US-Dollar und GPT-6 Luna 0,10 und 0,50 US-Dollar.
Kann ich GPT-6 kostenlos nutzen?
Ja. Seit dem 8. Oktober 2026 läuft auch der kostenlose Free-Tarif auf GPT-6, genauer auf GPT-6 Luna. Für GPT-6 Sol braucht man mindestens Plus, Astra gibt es im Chat über die Pro-Tarife.
Was ist Pro 500?
Pro 500 ist der seit 29. September 2026 verfügbare höchste Pro-Tarif für 500 US-Dollar im Monat. Er bietet das größte Nutzungskontingent und als einziger Tarif Zugriff auf Astra Ultrafast.
Wird dieser Artikel aktualisiert, wenn neue Modelle erscheinen?
Ja. Der Artikel wird bei neuen GPT-Modellen und Änderungen an den Abo-Stufen aktualisiert, zuletzt am 10. Oktober 2026.


