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VW-Aufsichtsrat beschließt Abbau von 50.000 weiteren Stellen

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat am 4. September 2026 einstimmig dem „Zukunftsplan 2030″ des Konzernvorstands zugestimmt. Demnach sollen zusätzlich rund 50.000 weitere Stellen abgebaut werden, auch Management-Positionen sind betroffen. Grundlage der Entscheidung war ein 147 Seiten starker Bericht zum Konzeptbeschluss, der laut der Wirtschaftswoche bereits konkrete Zeitpläne für mögliche Werksschließungen enthält.Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die sich seit Monaten abzeichnet. Bereits Ende Juni hatte das manager magazin unter Berufung auf Insider berichtet, Konzernchef Oliver Blume plane konzernweit bis zu 100.000 der rund 657.000 Arbeitsplätze zu streichen – doppelt so viele wie im bisherigen Sparprogramm vorgesehen. Betroffen sein könnten demnach mittelfristig vier Produktionsstandorte: die VW-Werke Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm, wo die Fertigung jeweils mit dem Auslaufen der aktuell produzierten Modelle enden soll.

Ende August hatte Blume laut Deutschlandfunk auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg angekündigt, die Hälfte der rund 50.000 denkbaren Streichungen solle über Renteneintritte, Altersteilzeit und natürliche Fluktuation erfolgen – also ohne betriebsbedingte Kündigungen. Offen ist bislang, wie ein Stellenabbau dieser Größenordnung rechtlich und tariflich mit der bestehenden Beschäftigungssicherung vereinbar sein soll, die bei VW bis Ende 2030 und bei Audi sogar bis Ende 2033 gilt.

Personell reagiert der Konzern ebenfalls: Zum Oktober 2026 übernimmt Erika Rasch, bislang bei Bosch, das Amt der VW-Personalvorständin und beendet damit eine mehr als einjährige Vakanz im HR-Vorstand.

Die Entwicklung bei Volkswagen steht dabei nicht isoliert da: Im ersten Halbjahr 2026 sank die Beschäftigtenzahl der gesamten deutschen Automobilbranche auf 691.500 Personen – ein Rückgang um 42.300 gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Stand seit 2005.

Kritik an der Kommunikationspolitik des Konzerns ist dabei nicht neu: Auch bei der schleppenden Update-Versorgung der ID.-Modelle hatten sich Kundinnen und Kunden in der Vergangenheit über lange Wartezeiten und mangelnde Transparenz beschwert.

Wann konkrete Details zu einzelnen Standorten und dem Zeitplan der Umsetzung folgen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Quelle: Mitteilung des Volkswagen-Aufsichtsrats, ergänzt um Berichterstattung von manager magazin, Wirtschaftswoche und Deutschlandfunk.

 

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