Ende August hatte Blume laut Deutschlandfunk auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg angekündigt, die Hälfte der rund 50.000 denkbaren Streichungen solle über Renteneintritte, Altersteilzeit und natürliche Fluktuation erfolgen – also ohne betriebsbedingte Kündigungen. Offen ist bislang, wie ein Stellenabbau dieser Größenordnung rechtlich und tariflich mit der bestehenden Beschäftigungssicherung vereinbar sein soll, die bei VW bis Ende 2030 und bei Audi sogar bis Ende 2033 gilt.
Personell reagiert der Konzern ebenfalls: Zum Oktober 2026 übernimmt Erika Rasch, bislang bei Bosch, das Amt der VW-Personalvorständin und beendet damit eine mehr als einjährige Vakanz im HR-Vorstand.
Die Entwicklung bei Volkswagen steht dabei nicht isoliert da: Im ersten Halbjahr 2026 sank die Beschäftigtenzahl der gesamten deutschen Automobilbranche auf 691.500 Personen – ein Rückgang um 42.300 gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Stand seit 2005.
Kritik an der Kommunikationspolitik des Konzerns ist dabei nicht neu: Auch bei der schleppenden Update-Versorgung der ID.-Modelle hatten sich Kundinnen und Kunden in der Vergangenheit über lange Wartezeiten und mangelnde Transparenz beschwert.
Wann konkrete Details zu einzelnen Standorten und dem Zeitplan der Umsetzung folgen, ist derzeit noch nicht bekannt.
Quelle: Mitteilung des Volkswagen-Aufsichtsrats, ergänzt um Berichterstattung von manager magazin, Wirtschaftswoche und Deutschlandfunk.

