Motion Blur ist der unbeliebteste Grafikeffekt in Videospielen, zumindest wenn man die Leser von PC Gamer fragt. In einem K.-o.-Turnier setzte sich die Bewegungsunschärfe im Finale mit rund 80 zu 20 Prozent gegen die chromatische Aberration durch. Über das gesamte Turnier gaben die Leser etwa 7.000 Stimmen ab. Das Ergebnis hat PC Gamer am 9. Oktober 2026 veröffentlicht.
So lief das Turnier ab
Das Magazin startete die Abstimmung am 23. September 2026. In drei Runden traten jeweils zwei Effekte gegeneinander an. Die Auftaktduelle lauteten Depth of Field gegen Vignette, chromatische Aberration gegen Bildschirmschmutz und Blut, Motion Blur gegen Lens Flare sowie Film Grain gegen Bloom.
Nach der ersten Runde mit rund 4.000 Stimmen blieben vier Effekte übrig: Vignette, chromatische Aberration, Motion Blur und Film Grain. Im Halbfinale traf Motion Blur auf Film Grain und zog ins Finale ein. Dort kamen nahezu 2.000 Stimmen zusammen, und Motion Blur gewann mit etwa 80 Prozent.
Was der Autor dazu sagt
Autor Jacob Ridley hielt den Ausgang für absehbar. Er räumt ein, dass Motion Blur in manchen Situationen seinen Platz hat: bei niedrigen Bildraten, vor allem auf Konsolen, und dezent eingesetzt in Rennspielen. Er schaltet den Effekt trotzdem in jedem Spiel ab, möchte die Option aber nicht aus den Einstellungsmenüs verbannen.
Einordnung: Mehr Aktion als Umfrage
Repräsentativ ist das Ergebnis nicht. Es handelt sich um eine Leseraktion eines PC-Magazins, bei der vor allem Spieler abstimmten, die den Effekt am PC meist selbst abschalten können. Ein Urteil über Motion Blur als Technik lässt sich daraus nicht ableiten: Er soll vor allem niedrige Bildraten kaschieren, stört aber, wenn er verwischt, worauf man gerade zielt oder schaut.
Wie Motion Blur funktioniert, welche Arten es gibt und wann man ihn besser ausschaltet, erklärt unser Artikel Motion Blur erklärt. Dort steht auch, was „Motion Blur Reduction“ beim Monitor bedeutet und warum das etwas ganz anderes ist.


