EA von den Saudis gekauft

EA-Übernahme: 700 Millionen Dollar Einsparungen geplant

Der Übernahme von Electronic Arts durch ein Investorenkonsortium um den saudischen Staatsfonds PIF ist am 4. August 2026 offiziell abgeschlossen worden. Wenige Tage später wurde bekannt, dass der Publisher gegenüber seinen Gläubigern jährliche Kosteneinsparungen von 700 Millionen US-Dollar angekündigt hat, ein Großteil davon dürfte laut Berichten mit Stellenabbau einhergehen.

Der 55-Milliarden-Dollar-Deal beendet nach 37 Jahren die Notierung von EA an der Nasdaq. Getragen wird die Übernahme von einem Konsortium aus dem saudischen Public Investment Fund (PIF), der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake sowie Affinity Partners, der Investmentfirma von Jared Kushner. Aktionäre erhielten 210 US-Dollar je Aktie in bar. Andrew Wilson bleibt CEO, der Hauptsitz verbleibt in Redwood City.

Wie der Bloomberg-Journalist Jason Schreier berichtete, habe EA seinen Gläubigern mitgeteilt, künftig 700 Millionen Dollar an jährlichen Kosten einsparen zu wollen. Davon entfielen laut den Unterlagen 170 Millionen Dollar auf sogenannte organisatorische Effizienzsteigerungen, ein Begriff, der laut Schreier de facto für Stellenabbau stehe. Wie viele Arbeitsplätze konkret betroffen sein könnten oder welche Studios es treffen würde, hat EA bislang nicht öffentlich gemacht.

Hintergrund der Sparpläne ist die Finanzierungsstruktur des Leveraged Buyouts: EA trägt durch die Übernahme rund 18 Milliarden Dollar an Schulden, wofür jährlich schätzungsweise 1,8 Milliarden Dollar an Zinsen anfallen. Dem steht ein jährliches Ebitda von rund 1,5 Milliarden Dollar gegenüber, ein Polster, das die Zinslast zwar decken sollte, aber wenig Spielraum für zusätzliche Kosten lässt. Gerade weil EAs Geschäftsmodell stark auf Live-Service-Titel wie EA Sports FC setzt, dürften wiederkehrende Einnahmen aus solchen Spielen für die Schuldentilgung besonders wichtig bleiben.

Bereits seit der Ankündigung der Übernahme im September 2025 hatten Beschäftigte und die Gewerkschaft United Videogame Workers-CWA vor möglichen Entlassungen gewarnt. Offizielle Stellungnahmen von EA beschränkten sich bislang auf allgemeine Aussagen zu Investitionen in KI, Spieleentwicklung und langfristiges Wachstum.

Ob und in welchem Umfang es tatsächlich zu Entlassungen kommt, ist derzeit offen. Weitere Details zu den Sparmaßnahmen will EA nach eigenen Angaben zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren.

Quelle: Bloomberg (Jason Schreier), EA-Mitteilungen an Gläubiger

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Teile ihn doch gerne in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Was können wir verbessern?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.