Sony Interactive Entertainment hat in einer aktuellen Klageantwort erklärt, dass Kunden beim Kauf digitaler PlayStation-Spiele kein Eigentum erwerben. Die Stellungnahme vom 21. August 2026 reagiert auf eine im Juni 2026 vor dem US-Bezirksgericht für den Norden Kaliforniens eingereichte Sammelklage. Vier Käufer werfen Sony darin vor, mit Formulierungen wie „Jetzt kaufen“ im PlayStation Store den Eindruck zu erwecken, Kunden würden Spiele tatsächlich besitzen, statt nur eine Lizenz zur Nutzung zu erhalten.
Für Spieler ist die Debatte keineswegs nur theoretisch: Wird eine PlayStation-Lizenz entzogen oder ein Store abgeschaltet, verschwinden damit auch bereits bezahlte digitale Spiele aus der eigenen Bibliothek. Besondere Brisanz erhält der Fall mit Blick auf die kommende PS6, die Sony laut bisherigen Berichten stärker auf rein digitale Verkäufe ausrichten will. Eine Anhörung zum aktuellen Antrag ist für den 1. Oktober 2026 vor dem zuständigen Gericht angesetzt.
Quelle: Gerichtsunterlagen im Verfahren Garcia u. a. gegen Sony Interactive Entertainment, LLC (Az. 3:26-cv-06016, U.S. District Court, Northern District of California).


