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Sony: Digitales PS5-Spiele-Eigentum vor Gericht bestritten

Sony Interactive Entertainment hat in einer aktuellen Klageantwort erklärt, dass Kunden beim Kauf digitaler PlayStation-Spiele kein Eigentum erwerben. Die Stellungnahme vom 21. August 2026 reagiert auf eine im Juni 2026 vor dem US-Bezirksgericht für den Norden Kaliforniens eingereichte Sammelklage. Vier Käufer werfen Sony darin vor, mit Formulierungen wie „Jetzt kaufen“ im PlayStation Store den Eindruck zu erwecken, Kunden würden Spiele tatsächlich besitzen, statt nur eine Lizenz zur Nutzung zu erhalten.

Die Kläger berufen sich auf ein kalifornisches Gesetz aus dem Jahr 2025, das Anbieter digitaler Inhalte zu einem klaren, gut sichtbaren Hinweis verpflichtet, wenn ein Kauf tatsächlich nur eine Lizenz statt vollständiges Eigentum überträgt (mehr dazu: was der Kauf eines digitalen Spiels rechtlich tatsächlich bedeutet). Der entsprechende Hinweis im PlayStation Store sei zu klein und unauffällig platziert, heißt es in der Klageschrift.

Sonys Anwälte argumentieren dagegen, es sei nicht plausibel anzunehmen, vernünftige Kunden würden im digitalen Zeitalter von echtem Eigentum an einem Spiel ausgehen. Die Nutzungsbedingungen und der Software-Lizenzvertrag würden bereits eindeutig klarstellen, dass digitale Käufe widerrufliche Lizenzen seien, keine unbefristete Übertragung von Eigentum – wie Plattformen diese Lizenzbindung technisch durchsetzen, zeigt sich unter anderem an kontogebundenem DRM. Als zusätzliches Argument führt Sony an, dass mehrere Kunden dieselbe digitale Kopie eines Spiels aus dem Store beziehen könnten – ein exklusives Eigentum im klassischen Sinne sei dadurch technisch ohnehin ausgeschlossen. Sony beantragte zudem, den Streit per Schiedsverfahren statt vor Gericht klären zu lassen, hilfsweise die Klage vollständig abzuweisen.

Für Spieler ist die Debatte keineswegs nur theoretisch: Wird eine PlayStation-Lizenz entzogen oder ein Store abgeschaltet, verschwinden damit auch bereits bezahlte digitale Spiele aus der eigenen Bibliothek. Besondere Brisanz erhält der Fall mit Blick auf die kommende PS6, die Sony laut bisherigen Berichten stärker auf rein digitale Verkäufe ausrichten will. Eine Anhörung zum aktuellen Antrag ist für den 1. Oktober 2026 vor dem zuständigen Gericht angesetzt.

Quelle: Gerichtsunterlagen im Verfahren Garcia u. a. gegen Sony Interactive Entertainment, LLC (Az. 3:26-cv-06016, U.S. District Court, Northern District of California).

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